Photopolymer Film ohne Ätzung
Die mit Photopolymer Film beschichtete Kupferplatte
wird in die Vakuumvorrichtung gelegt, mit der Aquatinta-Folie abgedeckt
und mit der vorab ermittelten Idealzeit belichtet. Die Aquatinta-Folie
wird dann durch die auf Transparentpapier übertragene Vorlage ersetzt
und wiederum mit der ermittelten idealen Belichtungszeit belichtet.
Die fertig belichtete Platte wird von ihrer oberen Schutzfolie befreit
und mithilfe eines Schwamms in der Entwicklerlösung mit gleichmäßigen
Bewegungen ohne Druck entwickelt. Das fertig entwickelte Bild sollte
kupfern im Film erscheinen und sich anfühlen wie feines Sandpapier.
Dann wird die Platte mit Wasser abgespült und getrocknet. Nun kann
ein Probedruck gemacht werden - ist das Resultat nicht zufriedenstellend,
kann die Platte weiterentwickelt werden. Es ist möglich, die beschichtete
Platte mit einer Radiernadel weiter zu bearbeiten. Nach dem Auflösen
des Photopolymer Films kann die Kupferplatte wiederverwendet werden.

Abb. oben: Tuschzeichnung auf Transparentpapier
Abb. unten: Druck
Da die Tuschzeichnung teilweise sehr zart war, wurde die Platte
nach der Belichtung partiell weiterentwickelt.

Abb.: Hier wurde die Platte zu lange entwickelt.
Es ergaben sich offene Stellen, die im Druck grau erscheinen.
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Copyright Eva Pietzcker und Miriam Zegrer |