Radierung
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Radierung Holzschnitt Siebdruck
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Neue Methoden der Radierung:
Die Acrylgründe und der Photopolymerfilm

Die Technik der Radierung wurde vor ca. 500 Jahren entwickelt und bis vor kurzem von Künstlern fast unverändert ausgeübt. Bei den klassischen Tiefdruck-Materialien auf Öl-Basis handelt es sich um Lacke und Gründe aus Asphalt, Harzen, Teer u.ä. Viele dieser Stoffe und die dazugehörigen Lösungsmittel, die während des Arbeitsprozesses verdampfen, beeinträchtigen die Gesundheit. Inzwischen wurden von verschiedenen Druckgrafikern diverse alternative Techniken entwickelt, um die Radierung weniger gesundheitsschädlich zu gestalten.

Wir stellen hier das System der Acrylgründe vor. Diese neuen Methoden ermöglichen ein Arbeiten in allen Techniken der konventionellen Radierung wie Hart- und Weichgrund, Ätzradierung und Aquatinta. Neben den traditionellen Techniken bieten sich zahlreiche zusätzliche Kombinationen und experimentelle Möglichkeiten an.
Technisch innovativ ist das Arbeiten mit Photopolymerfilm, der es ermöglicht, gezeichnete und gemalte Vorlagen, Fotos, Kopien und Ausdrucke auf die Kupferplatte photomechanisch zu übertragen.
Gedruckt wird mit herkömmlichen Kupferdruck-Farben auf Ölbasis. Die Platten werden allerdings mit Salat-Öl gereinigt, so dass sich der Gebrauch von Lösungsmitteln erübrigt. Es ist dennoch wichtig, bei einigen Arbeitsvorgängen Arbeitsschutzmassnahmen zu ergreifen, da auch dieses System mit einigen potenziell gesundheitsschädigenden Substanzen arbeitet wie Säure, Soda und photoempfindlichen Emulsionen, und auch Acrylgründe zu einem geringen Prozentsatz Lösungsmittel enthalten.

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Copyright Eva Pietzcker und Miriam Zegrer